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Die Homöopathie in anderen Ländern

In den 1820er Jahren breitete sich die Homöopathie in Deutschland aus. Nur ein Jahrzehnt später konnte die Homöopathie auch Anhänger in anderen Ländern für sich gewinnen. Grundlage hierfür sind die frühen Übersetzungen von Hahnemanns Werken. 1824 erschienen bereits französische und italienische Übersetzungen.

Benachteiligung der Homöopathie in anderen Ländern
Die Homöopathie konnte jedoch nicht in jedes Land Einzug halten. So wurde in Österreich die Homöopathie zwischen 1819 und 1837 in Österreich behördlich verboten. So war die Homöopathie in Österreich zwischen 1819 und 1837 durch Metternich behördlich verboten. In den USA existierten zeitweise Regelungen, nach denen Mitglieder, die mit Homöopathen zusammenarbeiten, aus medizinischen Gesellschaften ausgeschlossen wurden. Trotzdem waren die USA für die Homöopathie ein "Schlüsselland", da dort das Interesse an der Lehre der Homöopathie schnell wuchs.

Erfolge der Homöopathie in den USA
In Allentown wurde die erste homöopathische Hochschule der USA gegründet. Zu den Gründern gehört neben anderen Homöopathen der Sachse Constantin Hering, der 1833 immigrierte.
1835 erschien die erste homöopathische Zeitung in den USA. Die Zeitung wurde von Hans Burch Gram gegründet. Im Jahre 1844 wurde die "American Institute of Homeopathy", eine nationale Ärztevereinigung unter der Beteiligung von Constantin Hering gegründet.
In der Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg (1864) erlebte die Homöopathie ihre Blütezeit in den USA. So waren am Ende des 19. Jahrhunderts bereits 140 homöopathische Krankenhäuser in den USA registriert.
Nach dieser goldenen Jahren der Homöopathie in den USA folgte ein Desinteresse. So waren in den USA 1970er weniger als 200 Homöopathen tätig. Jedoch zeichnet sich wieder eine Steigerung des Interesses an der Homöopathie ab. So waren im Jahr 1996 bereits 3000 Homöopathen in den USA tätig.

Homöopathie in weiteren Ländern
Indien entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Zentrum für Homöopathie. In den Anfängen des 19. Jahrhunderts wurde dort über die Kolonialisierung die Homöopathie eingeführt. Das Anwendungsgebiet der Homöopathie erstreckte sich in Indien hauptsächlich in der Bekämpfung von Seuchen. Indien wurde immer wieder von der Cholera oder häufigen Pestwellen heimgesucht.In Indien ist die Homöopathie seit 1973 staatlich annerkannt.
In Frankreich ist die Homöopathie schon seit 1965 anerkannt und wird ungefähr von einem Drittel aller Hausärzte angewandt.
In Großbritanien wird die Homöopathie selbst von der englischen Königsfamilie unterstützt. Die Homöopathie ist in Großbritanien seit 1950 anerkannt.
In Südamerika hat die Homöopathie in Brasilien eine lange Tradition. Die Homöopathie ist dort seit 1980 staatlich anerkannt.